Bannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur Startseite
  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Frühlingshafte Kräuterstunde mit Angy Emmelmann

20.​04.​2026

Beim Aktionstag am 19. April ist die Kräuterfrau Angy Emmelmann gemeinsam mit den Teilnehmenden in die Kräuterkunde des Frühlings eingetaucht. 

 

Welche Wildpflanzen brachten die Menschen schon früher nach dem Winter wieder in Schwung und hat der Bärlauch eigentlich etwas mit Bären zu tun? 

 

Diese und weitere spannende Geschichten gab es zusammen mit einem wärmenden Kräutertee zum Lauschen. 

 

Den Anfang machte hier die Heilpflanze des Jahres 2025, die Linde. Ein kulturell tief verwurzelter Baum der auch in vielen Liedern besungen wird. Lindenblüten enthalten Schleimstoffe und ätherische Öle, die fiebersenkend, schweißtreibend und beruhigend wirken. Der wohlschmeckende Lindenblütentee, der auch bei Erkältungen angewendet wird, wurde uns von Frau Emmelmann auch zum probieren ausgeschenkt.

 

Der Huflattich wird als traditionelles Hustenmittel eingesetzt. Der Kräuterdoktor Sebastian Kneipp hat es zudem auch als des Wanderers Klohpapier bezeichnet. 

Verdampfende, getrocknete Huflattichblätter feuchten die Lunge an und erleichtern das Abhusten.

 

Eine bekannte Heilpflanze, die nur auf ungedüngten, mageren Böden wächst, ist die Schlüsselblume. Sie wirkt ebenfalls schleimlösend und wird bei Husten und Bronchitis eingesetzt.

 

Von der Zironenmelisse sagte einst Hildegard von Bingen, "Ein Mensch der sie ist, lacht gerne". Da die Wärme die Milz berührt, wirkt sie entkrampfend und gegen Blähungen. Sie wird auch gerne als wohlschmeckende Beilage in Obstsalaten und in Cocktails verwendet. 

 

Seit mehr als 1000 Jahren ist es Brauch, nach dem Winter dem Körper mit einer Kräutersuppe (die grüne Neune) Vitamine und Mineralstoffe zurück zu geben.

 

Der Bärlauch macht Frühjahrsputz im Körper, ist gut fürs Herz und macht die Gefäße geschmeidig. Hier ist die Verwechslungsgefahr mit den giftigen Maiglöckchen jedoch sehr hoch.

Alle Teilnehmenden konnten in einem Mörser getrockneten Bärlauch mit Salz zu Kräutersalz mörsern und mit nach Hause nehmen. 

 

Die Brennnessel ist eine wertvolle Nutz- und Heilpflanze. Sie wird aufgrund ihrer fasrigen Struktur in der Stoffherstellung verwendet. 

Als Tee wirkt sie entwässernd und ist reich an Mineralstoffen und den Vitaminen A,C und E.

Durch Kochen werden die Mineralstoffe (Kieselsäure) herausgelöst.

Die Brennnesselwurzeln helfen bei einer gutartigen Prostatavergrößerung, die Samen halten das Gedächtnis frisch und werden aufgrund ihrer libidosteigernden Wirkung auch als Wiesenviagra bezeichnet. 

 

Der viel geliebte Waldmeister riecht im frischen Zustand nicht, erst durch Anwelken entsteht der typische Geruch (Cumarin). Er wirkt Entkrampfend und hilft bei Kopfschmerzen. Jedoch sollte die Dosis nicht zu hoch sein.

 

Weißdorn wirkt Blutdruckausgleichend und Herzstärkend. In dem Märchen der Gebrüder Grimm "Schneeweißchen und Rosenrot" finden Weißdorn und Rotdorn symbolische Bedeutung.

 

Fotoserien


Frühlingshafte Kräuterstunde mit Angy Emmelmann (20.​04.​2026)

Urheberrecht:
Aktionskreis Kopf hoch