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Nebenwirkungsmanagement bei einer Chemotherapie

15.​04.​2018

Dr. J. Schirp, Onkologe/Hämatologe und ehemaliger Chefarzt im Marienhospital GE, hat am 15. April 2018 über das Nebenwirkungsmanagement bei einer Chemotherapie berichtet.

 

Bei vielen Patienten führt die Behandlung von Krebs durch eine Chemotherapie zu Nebenwirkungen, die sowohl kurz- als auch langfristig auftreten und die Lebensqualität der Patienten einschränken können. Aus diesem Grund ist neben der Chemotherapie auch eine Behandlung ihrer Nebenwirkungen notwendig.

 

Die Chemotherapie-Nebenwirkungen hängen vor allem von der Art und Dosis der Zytostatika ab – also der Medikamente, die bei einer Chemotherapie verabreicht werden. Zudem spielt die Dauer der Behandlung und der gesundheitliche Allgemeinzustand des Betroffenen eine Rolle.

 

Zwar richtet sich die Wirkung der Zytostatika gegen die bösartigen Tumorzellen, sie schädigen jedoch auch immer gleichzeitig in einem gewissen Umfang gesunde Zellen, was die Ursache vieler Nebenwirkungen ist. Vor allem Gewebe, in denen sich Zellen häufig teilen (z.B. Knochenmark oder Darmschleimhaut), können durch eine Chemotherapie geschädigt werden.

 

Häufige Chemotherapie-Nebenwirkungen sind zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Mattigkeit/Müdigkeit, Nebenwirkungen auf Organe (Herz, Niere etc.), Haarausfall, Nervenschädigung oder Schleimhautprobleme.

 

Die Nebenwirkungen können bereits unmittelbar während der Behandlungsphase auftreten. Bestimmte Medikamente, z.B. Antiemetika gegen Übelkeit und Erbrechen, können diese Chemotherapie-Nebenwirkungen heute nahezu vollständig unterdrücken.