Hausführung Lukas Hospiz Herne
Am 07. Mai 2017 waren wir zu Gast im Lukas Hospiz in Herne. Bei einem gemeinsamen Rundgang durch das Haus erläuterte dessen Leiterin Frau Anneli Wallbaum, dass hier todkranke Menschen ihre letzten Tage verbringen, betreut von Pflegepersonal und, wenn gewünscht, im Kreise ihrer Angehörigen. Das Lukas Hospiz ist hell und offen gestaltet, mit Böden aus Naturstein und großen Fenstern. Da kommt ein Gefühl wie in vielen Krankenhäusern gar nicht erst auf. Das einzige, was den Tod ins Gedächtnis ruft, ist der „Baum der Erinnerung“: An ihm hängen verschieden farbige Holzblätter. Die darauf stehenden Namen erinnern an die Verstorbenen.
Die Hospiz-Betreuung beinhaltet eine ganzheitliche Zuwendung an Patienten mit weit fortgeschrittener Erkrankung und sehr begrenzter Lebenserwartung – ausschließlich in der letzten Lebensphase. Im Gegensatz zur Palliativ Versorgung ist hier ein würdevolles Sterben ohne Reanimation oder Intensivtherapie gegeben. Dabei ist jedoch die notwendige optimale Pflege, die Schmerztherapie und die psychosoziale Begleitung zu jeder Zeit gewährleistet.
Zehn Zimmer gibt es für die Patienten. Für die Angehörigen sind daran anschließend kleine Gästezimmer vorhanden.
Bei Kaffee und Kuchen stellte Frau Wallbaum sich unseren Fragen und Vorurteilen und erklärte uns die Zielsetzung des Hospizes, sowohl den Sterbenden als auch den Angehörigen den Abschied zu erleichtern. Dabei stehen die Wünsche der „Gäste“ an erster Stelle.
Die Philosophie im Lukas Hospiz ist:
Sterben als Teil des Lebens – menschenwürdig, weitgehend beschwerdefrei, entscheidungs- und gestaltungsfähig zu ermöglichen.



