Histologie erklärt! Zell- und Gewebeproben wichtig zur Klärung einer Krebsdiagnostik und Therapie
Am Sonntag, dem 12. März 2023 hat uns Prof. Dr. med. Philippou vom Institut für Pathologie und Zytologie an der Augusta-Kranken-Anstalt Bochum in einem sehr interessanten und anschaulichen Vortrag erklärt, wie in der Pathologie die Gewebeentnahmen von Stanzen oder einer Biopsie untersucht werden, und wie man bei einem Krebsverdacht erkennen kann, ob dort bösartige Zellen vorhanden sind.
Während einer histologischen Untersuchung untersuchen die Pathologen, das Team um Professor Philippou umfasst 60 Personen, mithilfe eines Licht- oder Elektronenmikroskops Gewebeproben auf krankhafte Veränderungen.
Die Begutachtung von Zellen und Geweben unter dem Mikroskop spielt vor allem für Patienten eine wichtige Rolle, bei denen eine Krebserkrankung vermutet wird. Bei den meisten Tumorarten nutzen Fachleute Proben, die bei einem Zellabstrich oder einer Biopsie entnommen wurden. Bei Leukämieverdacht werden Knochenmark- und Blutproben geprüft. Nachdem ein Tumor operativ entfernt wurde, gibt die Untersuchung mit dem Mikroskop zusätzliche wichtige Hinweise.
o Um welche Art von Krebs handelt es sich?
o Wächst er eher langsam oder besonders aggressiv?
o Diese Untersuchungen werden in spezialisierten Pathologie-Labors durchgeführt.
Welches Ziel haben Zell- und Gewebe-Untersuchungen?
Ärzten liefert ein Blick auf die aus einem Tumor gewonnenen Zellen und Gewebeproben viele Informationen über Struktur, Zusammensetzung und Wachstumsverhalten. Durch die mikroskopische Untersuchung von Blut- und Knochenmarkproben oder Lymphknoten lässt sich feststellen, ob ein Patient an einer Erkrankung des blutbildenden Systems leidet. Heute schließen sich an die eigentliche mikroskopische Untersuchung häufig auch Tests mit molekularbiologischen Verfahren an. Gemeinsam können diese Untersuchungen wichtige Informationen über die Erkrankung ergeben: Arzte können so gezielt behandeln oder auch die Wirksamkeit einer Behandlung kontrollieren.
Auch in der Pathologie geht der Fortschritt immer weiter. So kann man mittlerweile die DNA einer Krebszelle bestimmen, und dadurch viel gezieltere, individuellere Therapien anwenden, als das bisher möglich gewesen ist.
Während und nach seinem Vortrag ging Professor Philippou auf die vielen Fragen der Anwesenden ein und beantwortete diese ausführlich und auch verständlich. Da Professor Philippou für seinen Vortrag auf ein Honorar verzichtete, sammelten die Anwesenden Teilnehmer des Aktionstages Geld für eine Spende an die Arche Noah Kurzzeiteinrichtung und Hospiz für Kinder am Marienhospital Gelsenkirchen.



